Pressestimmen

„Den sprechenden Ton getroffen“

(Haydn, F-Dur, op. 77/2, Schostakowitsch, Nr. 7, Mendelssohn, a-Moll)

…Das wundervoll sprechende Violinsolo zu Beginn des Schlusssatzes endete nach dramatischen und fugierten Momenten in einen Abgesang mit innigen und warm getönten Schlusswendungen: Eine Geschichte, die dem begeisterten und emotional mitgerissenen Publikum Trost spendete. (Ralf Snurawa)

Hohenloher Tagblatt, 28.9.2012

„Kammer und Halle“ – Zu Schuberts Streichquintett C-Dur

…Hier zog das Ensemble weite Bögen durch die Großarchitektur der Sätze, schuf ein Bewusstsein für Zusammenhänge, schwelgte auch immer wieder mit Innigkeit. Die fünf Stimmen trugen und formten einen gemeinsamen Klang.

Tiefe Stille im Publikum beim Adagio: Die Kantilenen schienen sich ins Unendliche zu weiten…Ein bewegendes Erlebnis.
(Achim Stricker)

Schwäbisches Tagblatt, 12.1.2012

… Trotz überschäumender Musizierfreude wird bei Mendelssohn-Bartholdy eine Tendenz zur Traurigkeit spürbar, die auch im dynamischen Miteinander der vier deutlich wird. Bemerkenswert die Fuge im zweiten Satz, die Bewegung und die Steigerung sowie das Geigensolo zu Beginn des dritten Satzes. Eindrucksvoll die Dramatik zu Beginn des vierten Satzes voll musikalischer Nuancen und die ausklingende Choralpassage.

Main-Echo, 9.11.2011

….einen Kammermusikabend außergewöhnlicher Brillanz und Eindringlichkeit…die virtuose Interpretation und die souveräne Beherrschung ihrer Instrumente fügten sich zu einem kaum zu übertreffenden harmonischen Ganzen (…) zusammen.

Fränkische Landeszeitung, 1.11.2011

(J. Haydn: „Die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuz“) Auf dieser Linie hat sich die ernste, in Melodie und Harmonik, im Gespräch der Stimmen und in der Klanggebung vertiefend ausgeformte Wiedergabe der sieben langsamen Sätze bewegt. In einer Reinheit der Darstellung, in der neben der musikalischen Reife der Interpreten und ihrer technischen Güte immer auch die persönliche Nähe von Musikern zu spüren gewesen ist, die wissen, um was es geht. Das hat unmittelbar und von innen heraus berührt. Wie etwa das milde, visionäre Lichtwerden des Klangs in der zweiten Sonate, wenn von der Verheißung des Paradieses die Rede ist. Oder wie der liebevolle und klar bestimmte Herzton in der dritten Sonate, wenn sich Jesus an seine Mutter und an Johannes wendet und sie der gegenseitigen Fürsorge empfiehlt: Da wurde Haydns reiche Seelenkraft zur Mitte eines empfindungsfähigen, fast romantischen, aber nie oberflächlich schönen Musizierens. Aber auch die Kontraste wurden bei Magdalene Kautter und Dietrich Schüz (Violinen), Wolfgang Hermann- Kautter (Viola) und Jörg F. Baier (Cello) bewusst und erschütternd gestaltet: mit fast dramatischer Energie in der fünften Sonate sowie in der sechsten mit den scharfen Unisoni, die dann von sanglicher Verklärung am Ende befriedet werden. Die kantige Introduktion und das wuchtige »Erdbeben«, beide Sätze mit großer dynamischer Vehemenz musiziert, gaben den markanten Rahmen für Haydns Kreuzweg nach innen.

Reutlinger Generalanzeiger, 1.4.2011